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Beziehung zwischen Zähnen und Körperregionen

Copyright Dr. Hermine Kainz-Toifl(Abb. links Copyright Dr. Hermine Kainz-Toifl)

So wie an den Fußsohlen oder am Ohr, gibt es auch im Mund Punkte, die energetisch mit inneren Organen oder Körperregionen verbunden sind. Bei den Fußsohlen ist die Reflexzonenmassage bekannt. Ebenso geläufig ist die Ohrakupunktur.

Dass es auch eine Mundakupunktur gibt, ist weniger bekannt. Über diese Mundakupunktur kann man ebenfalls Therapie betreiben. Leider haben aber auch mit einem Entzündungsherd behaftete Zahnwurzeln eine Wechselwirkung mit speziellen Körperregionen. So können sich z.B. Entzündungen des Zahnfleisches oder der Wurzeln der Frontzähne auf den Energiekreis der Nieren und des Blasenmeridians auswirken. Das kann bedeuten, dass eine manchmal nicht einmal bemerkte Entzündung im Mundbereich immer wieder auftretende Blasenentzündungen verursachen kann. Die Beeinflussung kann aber auch umgekehrt verlaufen. So wird diskutiert, dass der untere erste Mahlzahn deshalb am häufigsten von Karies befallen wird, weil er zum Dickdarmmeridian gehört und die Darmflora des Dickdarms bei vielen Menschen durch eine zuckerreiche Ernährung oft nicht mehr im Gleichgewicht ist.

Ausgehend von der chinesischen Medizin gibt es sechs Energiekreise, denen man alle Zähne zuordnen kann. Ein Organ kann sich dann in diesem Energiekreis die Energie von den entsprechenden Zähnen holen, so dass diese eine erhöhte Kariesanfälligkeit zeigen oder umgekehrt, ein Organ von einem beherdeten Zahn krank werden.

Abgesehen von dem energetischen Zusammenhang, können aber auch Bakterien aus dem Mund oder aus Eiterherden, wenn sie in die Blutbahn gelangen, in vorgeschädigten Blutgefäßen zu Thrombosen führen und so z.B. einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

Eine weitere Wechselwirkung mit dem gesamten Stützapparat besteht über die Verzahnung des Unterkiefers zum Oberkiefer – der sog. Okklusion. So kann z.B. ein gekippter Zahn aus der Kauebene ragen und zu einer Verschiebung im Kiefergelenk führen. Um diese Verschiebung des obersten Gelenks auszugleichen, kommt es zu weiteren Verschiebungen im Bereich der Wirbelsäule und des Beckens. Dies führt wiederum zu Muskelverspannungen und Schmerzen, besonders zu Kopf- und Gesichtsschmerzen. Nur der Facharzt kennt die Zusammenhänge und kann Sie entsprechend beraten!